EARSHOT.AT

Leider ist Österreich kein sehr guter Boden, was das Gothic-Genre betrifft und so ist es auch nicht verwunderlich, dass es Bands des Genres, nicht besonders einfach haben. Seit vielen Jahren versuchen die Wiener EXIT TO EDEN diese Szene etwas zu beleben und vor wenigen Monaten präsentierte man das neue Album "Exit To Eden II".

Das Album beginnt eigentlich so, wie man es sich erwartet – angenehme Sounds mit ein bisschen Synth-Ergänzung und dazu die variantenreiche Stimme von Sänger Bernie, der von düster bis aggressiv alles drauf hat, und damit den Songs ihren ganz besonderen Touch verleiht. Bei Songs wie etwa "The Calling" erzeugen wunderschöne Gitarrenklänge eine besonders sehnsuchtsvolle Stimmung, während der Gesang teilweise nur aus Flüstern besteht. Auch was den Einsatz von extravaganten Instrumenten betrifft zeigen die Wiener viel Fantasie – zwischendurch kann man eindeutig den Klang einer Mundharmonika vernehmen, was ja sonst eher bei Musik aus anderen Genres üblich ist. Aber nicht nur Einschmeichelndes findet man auf dem Album, bei "Face To Face" sind Sounds und Gesang von deutlich härterer Machart und "Shake Your Hips" ist ein schöner Rocker der düsteren Art. Den Abschluss bildet eine musikalische Geisterbahnfahrt mit dem Titel "Dreaming Weird".

Ehrlich gesagt haben mich EXIT TO EDEN von den ersten Klängen an völlig in ihren Bann gezogen und ich verstehe nicht, warum mir diese tolle Band noch nie irgendwo untergekommen ist. Es dürfte wohl wirklich daran liegen, dass im Bereich Gothic in Österreich einfach zu wenige Konzerte stattfinden. Die Wiener bieten geniale Melodien und der düstere Gesang in allerlei Variationen fügt sich toll ein. Ich würde den Jungs wirklich wünschen, dass sie bald einem breiteren Publikum bekannt werden – verdient wäre das auf jeden Fall.

6,5 von 7 Punkten


Interview mit EXIT TO EDEN
Dreckig mit einem Schwall tiefgründiger Erotik

Österreich gilt zwar nicht als Zentrum der Gothic-Szene, nichtsdestotrotz gibt es hierzulande Bands, die sich diesen speziell düsteren Sounds widmen. Die Wiener EXIT TO EDEN verfolgen bereits seit einer Weile den Weg des Goth-Rocks und waren bereit, uns einige Fragen zur Schwarzen Szene und ihrem neuesten Album „Exit To Eden II“ zu beantworten.

Hallo! Ich freue mich sehr über die Gelegenheit, euch ein paar Fragen zu stellen
Möchtet ihr euch vorab für die Leser, die euch noch nicht kennen, vorstellen?

Servus, wir sind EXIT TO EDEN aus Wien!

Ist es eigentlich sehr schwer mit eurer Musik in Österreich Publikum zu finden?

JA, verdammt schwer. Wir machen halt keine Musik für die breite Masse, dessen sind wir uns aber bewusst. Lieber die Musik machen die uns selbst am meisten Spaß bereitet für ein kleines Publikum, als zwanghaft Kreativität einschränken für mehr Aufmerksamkeit.

In Deutschland gibt es ja eine sehr starke Gothic-Szene. Was meint ihr, warum das in Österreich eher eine Randerscheinung ist?

Deutschland hat 80 Millionen Einwohner, Österreich ein Zehntel davon, das mal grundsätzlich. Und so klein ist unsere Szene dann auch wieder nicht. Das Problem das wir sehen, ist dass die Österreicher nicht sehr offen gegenüber heimischen Bands sind. Wenn ein Gothic-Act aus dem Ausland kommt sind die Hallen bestimmt zu 2/3 voll. Einheimische Gothic Acts wären mit 1/3 schon sehr zufrieden.

Nun zu eurem neuen Album „Exit To Eden II“, das mir wirklich sehr gut gefallen hat. Was hat der Titel zu bedeuten?

Wir haben lange über einen passenden Titel philosophiert. Haben uns dann für „II“ entschieden, weil mit Sänger- und Bassisten-Wechsel innerhalb der Band quasi ein neues Kapitel gestartet hat. Des Weiteren ist es das zweite Studio Album. Man kann es auch als „Chapter II“ interpretieren.

Wie waren die Reaktionen auf dieses Album?

Die Reaktionen waren durchwegs positiv, begonnen bei dem fantastischen Feedback bei unserer Album-Release-Party im September, bis hin zu der überwiegend positiven Resonanz aus der Presse sowie einschlägigen Magazinen. Besonders erfreulich dabei ist, dass dabei immer wieder auf das Gesamtwerk eingegangen wird, also nicht nur auf die Songs selbst, sondern eben auch auf den professionellen Sound oder das stimmige Artwork, was uns in unserer doch recht aufwändigen Herangehensweise bestätigt.

Was war die grundlegende Idee hinter den einzelnen Songs und die Arbeiten daran?

Darüber könnten wir natürlich Romane verfassen, aber um es kurz zu fassen: die Songs sind über die Jahre hinweg aus vielen Ideen und Stimmungen gewachsen. Zu jedem einzelnen Song gibt es eine Geschichte und dementsprechend auch verschiedene Zugänge, wie diese entstanden sind. Manchmal ist ein Song bereits nach 2-3 Anläufen fertig, weil es eben in diesem Moment passt. Andere Songs reifen über die Jahre hinweg, bis wir vollends zufrieden sind damit. Besonders David geht hier sehr kritisch ans Werk und feilt immer wieder an den Details, womit er bei den anderen nicht selten die Geduld herausfordert. So hat es zum Beispiel ein Stück gar nicht auf das Album geschafft, weil es noch nicht soweit ist und somit nicht ins Gesamtbild gepasst hätte.

Der erste Song heißt „Vampire Vice“. Faszinieren euch Vampire?

Klischee lässt grüßen. Vampire waren früher mal cool. Dank der Twilight-Reihe und dem Hype, der daraus entstanden ist sind sie das heute nicht mehr so. Wir gingen thematisch eher zurück zum Ursprung. Weg von den in der Sonne glitzernden Model-Vampiren. Wer ein wenig Anne Rice kundig ist wird ein paar Parallelen in der Beziehung zwischen Lestat und Claudia finden. Aber unsere Version ist ein wenig dreckiger mit einem Schwall tiefgründiger Erotik.

Gab es für „Is Suicide A Way?“ einen speziellen Anlassfall in eurem Umfeld?

Ja, die Lyrics hat Bernie eine Woche nach der Trennung von seiner Ex-Freundin geschrieben. Instrumental war das Lied nur als Interlude-Nummer gedacht, allerdings bestand Bernie darauf mehr daraus zu machen.
Bei den Aufnahmen dazu bestand eine ganz eigenartige Atmosphäre in der Gesangskabine, es war sehr emotional und das spiegelt sich in dem Lied sehr gut wieder. Bernie hat die Gesangsspur für diesen Song genau ein einziges Mal aufgenommen und so landete es auch auf der CD. Das ist man so von ihm nicht gewohnt.

Der letzte Song heißt „Dreaming Weird“ – welche seltsamen Träume meint ihr damit?

Die Lyrics bestehen aus unzähligen Fragmenten aus allerlei Phantasien, die einen gemeinsamen Albtraum ergeben. Der Song ist eher eine Metapher für eine aussichtslose Situation in der man stecken kann, aus der man einfach nur ausbrechen (aufwachen) will, während man machtlos und nach Hilfe schreiend darin stecken bleibt. Man kann aber auch sagen, er handelt einfach vom Leben an sich.

Möchtet ihr allgemein noch etwas über das neue Album erzählen?

Dass die Arbeit nach dem Einspielen der Songs nicht erledigt ist, war uns von Anfang an klar. Unseren Anspruch, das beste EXIT TO EDEN-Album aller Zeiten zu machen, wollten wir zumindest auch in dem Artwork zur Geltung bringen. Dabei hatten wir die Idee, jeden einzelnen Song im Booklet visuell zu erfassen, um das Klangerlebnis auch dahingehend abzurunden. Das Ergebnis kann sich hören und sehen lassen, wie wir finden. Wer möchte, kann sich davon auch selbst einen Eindruck machen. Unsere Songs oder das komplette Album sind auf allen gängigen Medien wie Amazon, iTunes und Google Play verfügbar, sowie auch via bandcamp erhältlich (exittoeden.bandcamp.com) – und natürlich bei der Band.

Wie sehr beeinflusst eure Musik euer tägliches Leben?

Musik spielt für jeden einzelnen von uns eine bedeutende Rolle im Leben. Dabei sind es die verschiedensten Musikrichtungen und Idole, die uns beeinflussen, und die wir in unsere Songs einfließen lassen. So findet sich jeder auf seine Weise in unseren Songs.

Was an eurem Schaffen macht euch mehr Spaß: Musik zu kreieren oder diese live zu präsentieren?

Als Musiker bzw. gemeinsam als Band geht es natürlich vorrangig darum, Musik zu erschaffen. Aber diese dann als gemeinsames Werk live zu präsentieren macht natürlich ungleich mehr Spaß. Schon alleine deswegen, weil du mit dem Publikum interagieren, und durch das unmittelbare Feedback zusätzliche Motivation schöpfen kannst.

Welche Pläne habt ihr noch für 2016?

Wir planen gerade mehrere Gigs im In- und Ausland, wollen mindestens ein Musikvideo zum neuen Album herausbringen und arbeiten auch schon wieder an neuen Songs. Also langweilig wird uns nicht, vor allem weil wir den Schwung aus dem letzten Jahr mitnehmen wollen.

Und zum Abschluss noch ein paar Worte an unsere Leser?

Wer soweit gelesen hat, hat‘s geschafft! ;)

Vielen Dank für die Beantwortung meiner Fragen und ich wünsche euch viel Erfolg!

Autor: Metalmama


STORMBRINGER: Underground von unten

Für die nächste Entdeckungstour im musikalischen Gewässer von Österreich gehen wir noch einmal zurück nach Wien und treffen dort auf EXIT TO EDEN. Nein, nicht die grottige, aber dennoch erheiternde Verfilmung des BDSM-Romans von Anne Rice, die einige goldene Himbeeren abräumte, sondern die gleichnamige Band. Für den Film konsultiert bitte Dr. Google, er ist euch dabei gerne behilflich. Aber sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt! Also zurück zur Band EXIT TO EDEN, die sich bereits seit 2002 einen Ruf in der österreichischen Gothic-Szene erarbeitet haben. Seit September sind die vier Musiker mit einem neuen Album am Start, das ganz schlicht "II" betitelt wurde. Musikalisch gibt es bei EXIT TO EDEN Futter für die Kajal-Fraktion - um einmal das Klischee zu bemühen - aber auch der Teil der schwarzen Szene, der sich genauso wie meine Wenigkeit über den eingangs erwähnten Film amüsieren würde, könnte hier mitunter neue akustische Untermalung für traute Zweisamkeit entdecken.

Als Goth'n'Roll bezeichnen sich EXIT TO EDEN selbst, was in den rockigeren Momenten des Albums auch tatsächlich ganz gut hin kommt. Eine dunkeldüstere Stimme lädt zum Entschwinden in melancholische Sphären ein, wo sich Hoffnung und Verzweiflung zu einem Kaleidoskop aus Klängen vermengen. Sphärische Gitarrenläufe bei "Is Suicide A Way?" stoßen den Hörer hinab in die Tiefen düsterster Gedanken, ehe er unversehens mit einem eruptiven, garstigen Ausbruch purer Verzweiflung konfrontiert wird. Beinahe exotische Ideen greift "Lady In Red" auf, welches von einem an ENNIO MORRICONE gemahnenden Mundharmonikapart akzentuiert wird. In krassem Gegensatz zu melancholischen Songs wie "Neon Sun", steht dann das locker-rockige "Shake Your Hips", das mit geradezu tanzbarem, punkigem Rhythmus glänzt. Wo andere Gothic-Bands gerne der Versuchung erliegen, ihre Songs mit allzu viel Samples zuzukleistern und damit weit in den Elektro-Bereich vorstoßen, klingen EXIT TO EDEN angenehm organisch und erdig und schaffen es damit einen großen stilistischen Bogen zu schlagen, der viele unterschiedliche Präferenzen bedient. Ihr habt es gehört, hier dürfen also gerne auch Leute zugreifen, die nicht unbedingt im melancholischen Genre zu Hause sind, denn "II" hält doch einige Überraschungen bereit.

Natürlich haben auch EXIT TO EDEN eine Homepage und sind auf Facebook vertreten - musikalisch kann man sich mit einem Live-Video auf YouTube kundig machen. Und wie gesagt, für gewisse Filme empfiehlt sich Dr. Google.


PLANET MUSIC Magazin

Mit ihrem 2010 erschienenem Debüt "From The Other Side" haben sich Exit to Eden nach zahllosen Live-Auftritten mit internationalen Szene-Größen endgültig als feste Instanz in Sachen Goth-Rock positioniert. Nun legen die Jungs nach. "II" ist ein abwechslungsreiches Gesamtkunstwerk, das tief in die Schatztruhe früher Goth-Rock-Größen greift, aber auch keine Scheu hat, in Rock 'n' Roll- und soliden Rock-Gewässern nach Gustostückerln zu fischen. Ein sehr feines, heimisches Album. Hörproben - mein persönlicher Favorit: "Lady In Red" - gibts hier: www.exittoeden.bandcamp.com


Exit to Eden - 'II'
Brett Stewart
October 26, 2015

Independent Spotlight is a continuing series on Stewart’s blog. The series revolves around independent artists and bands sending their music to Brett to review. No band is promised a positive review, and all music is reviewed honestly in an effort to better independent music.
In this evening’s Independent Spotlight, we shine our gaze on Exit to Eden, a compelling four piece rock outfit that released their second studio endeavor earlier this autumn. Released on September 25, the aptly titled ‘II’ is a romp through nine eclectic and rocking tracks, all compiled together beautifully with some elegant press content and materials. Let’s dig right into it.

Now, I’m a sucker for a well-packaged effort. All too often, I’m sent reviews with an ambiguous SoundCloud link and a four line bio. That’s not only a detriment to the artist, but to any critic attempting to dig into their material. Exit to Eden is a breath of fresh air in that sense; their materials are wonderfully organized and intelligently designed. I dramatically enjoyed reading through the album’s liners as I immersed myself in the experience. I think that is something incredibly relevant to an all-encompassing review. Very few artists offer this nowadays and its a luxury well-suited to ‘II.’

Now, though, we can dig into the actual material of ‘II.’ The production of the album is a bit of a double edged sword. For such a complex and layered sound, the group does a masterful job capturing themselves in the studio. The production accentuates the instrumentation incredibly well and I found myself consistently intrigued by its intricacy. Listening to the album on actual studio monitors was a treat. With that said, there are very noticeable areas that said production falters. The angsty opener, ‘Vampire Vice,’ is something inhibited by a production that drowns out the vocals during certain segments, especially choruses. Without those aforementioned liners, I’d have no idea what’s going on.

I particularly like how the band accents the banter between the bassist and guitarist. That’s exemplified on ‘Vampire Vice,’ but definitely noticeable on ‘Fade Away (Sarah Pt. 2.).’ The sound of Exit to Eden isn’t really anything new - There are a lot of bands like this in the indie scene that strive for the dark, gothic-esque sound hinging on metal. The tinges of screamo are apparent through tunes like ‘Fade Away,’ but their sparse, and often backed by more accessible, traditional vocals. I found Exit to Eden’s blend of this ‘goth and roll’ especially likable even though it's nothing brand new, perhaps mostly due to the musical prowess of the compositions.

Throughout ‘II,’ I found myself enamored with the soundscapes the group was creating. The atmospheric ‘The Calling’ is arguably one of the very finest. This brooding, sinister sound is hauntingly provocative. The backing vocals are absolutely stunningly dark. When Bernie, the lead vocalist, (I hate using first names but the group doesn’t market their last names.) dips in and out of the sound, a cacophony of terror ensues. There’s something apocalyptic about ‘The Calling’ and I love that.

‘Neon Sun’ feels accessible, which is a word I’ll use a few times in this review because I think it is pertinent. Many people hear this type of music and turn tail and run. That’s not to say it isn’t good, in fact, it’s great, but it is an esoteric style. Bernie’s Marilyn Manson-esque musings are creepily delightful, embracing classic rock roots and contemporary horror stylings. ‘Lady In Red,’ for example, sounds more like an Alice Cooper song than anything.
It may be worth noting that there couldn’t be a better time to feature this kind of music on the Spotlight. The Halloween season deserves some exceptionally ghoulish music like this.

The best song on the entire album, however, isn’t at all like that. ‘Is Suicide A Way?’ is the best song on this whole record. The lyricism of the piece is somewhat sparing, but immensely impactful. Goodness, this song is poignant. The subject toys with suicide as he falls deeper into emotional turmoil and depression. Eventually, though, he climbs out of the hole he’s fallen into with the resolute notion that his lost-love will one day fade, and he’s got a whole bunch to do without her.

‘Face to Face’ is a good romping rocker; I especially like this song for jamming loudly. My studio was really rocking with this tune. Again, I think the likability of Exit to Eden is rooted pretty deeply in their exceptional musical skill. Man, David (Urgh, first names) is one hell of a guitarist. Hernan and Werner, bass and drums respectively, are top notch, too.

Let’s wind this record down to get to a conclusion. ‘Shake Your Hips’ is the best rock song of the bunch. It feels like a rockabilly-infused goth horror piece flying like a bat out of hell. ‘Dreaming Weird’ continues Bernie’s jaunt through emotional crooning, proving his strongest moments are those when he’s whispering softly into the microphone in a dark, scratchy voice.

I’m not a huge fan of this type of music, and often, independent acts embracing it are kitschy and ridiculous self-parodies. Exit to Eden, however, is the real deal. These guys are writing terrific songs that are engaging, fairly accessible for someone like me outside of the clique, and amazingly produced and performed. My only quip the whole record was when Bernie was masked a few times here and there by the instrumentation. So with that said, make sure you don’t depart on this journey without the booklet. It’s a killer little addition to an excellent studio effort.


www.rosaselvaggia.com/recensioni

A distanza di ben cinque anni dal full-length di debutto, esce il nuovo album degli austriaci Exit to Eden, anticipato due anni fa dall'ep "Hiding the light" che conteneva i singoli "Vampire vice" e "Neon sun". Alfieri del goth n' roll, i nostri dimostrano di sapere il fatto loro e di non essere in realtà così rigidi sull'argomento: pur essendo assolutamente riconoscibile e inquadrabile, la loro proposta musicale si concede interessanti divagazioni in ambito alternative rock e anche attraverso sonorità e vocals piuttosto corpose e vicine al metal. Attraverso brani ispirati, ben suonati e una registrazi one che accentua la resa sonora grazie ad un ottimo bilanciamento dei suoni, gli ETE strizzano l'occhio alla vasta audience metallara, con sonorità meno depresse rispetto alla scena da cui partono, pur rimanendo fortemente ancorati allo zoccolo duro dei loro fan ed ai paesi tedescofoni.

Mehr als 5 Jahre nach ihrem full-length Debüt erscheint das neue Album der Österreicher Exit to Eden. Dem ging vor 2 Jahren die ep "Hiding the light" mit den Nummern "Vampire vice" und "Neon sun" voraus. Die Band gehört zu den Fixpunkten/Vorreitern der Goth n' Roll-Szene - sie zeigt, dass sie ihr Metier beherrscht, es aber in Wirklichkeit nicht ganz so streng nimmt: ihre Musik ist absolut wiedererkennbar und einordenbar, erlaubt sich aber auch interessante Ausflüge in den Alternative Rock, mit kraftvollem Klang und Gesang in der Nähe von Metal. Es sind inspirierte Stücke, gut gespielt und so aufgenommen, dass bei der Wiedergabe der perfekt ausbalancierte Klang besonders hervorgehoben wird. ETE zwinkern damit dem zahlreichen Publikum aus der Heavy-Metal-Szene zu, mit weniger depressiven Klangfarben als in ihrem Metier üblich, und bleiben doch fest verankert bei ihren Hardcore Fans und in den deutschsprachigen Ländern. 


monkeycastle.de - Reviews
EXIT TO EDEN - Exit To Eden II

Ich geb's ja zu....bei der musikalischen Umschreibung Goth'n Roll fange ich schon leicht das Zittern an. Exit To Eden aus Wien sind eine Band, die genau diesen Musikstil laut eigener Info spielen. Was mich an dieser Musik irgendwie immer stört, ist der Gesang.

Auch Exit To Eden's Sänger Bernie löst bei mir dieses Problem nicht. Nach ein paar Demos und einem ersten Album („From The Other Side“) geben sich die Österreicher nun mit „Exit To Eden II“ zum, logisch, zweiten Mal die full-length Ehre.

Lobenswert ist, dass Exit To Eden organisch zu Werke gehen, das heißt, daß hier wenig bis gar nicht gesampelt wird, was bei diversen Gothic Kapellen oft der Fall ist und diese dann diesen unsäglichen Tanzflächen-Sound kreieren. So sind Exit To Éden nicht. Die Basis ist eher Rock'n Roll. Ein Song wie „Shake Your Hips“ ist sogar purer Rock'n Roll. 

Die Band bemüht sich, ihre Songs mit Abwechslung zu segnen, was sich immer mal wieder in Breaks der Akkustik-Sorte äußert. Auch könnte manche Gitarrenpassage aus dem ProgRock-Genre stammen, wenn auch immer nur kurz. Leider werden die recht guten Ansätze halt durch den typischen gestöhnten, leidenden Goth-Gesang versemmelt. Man sieht sich quasi den Kajalstift-und Schminkbrüdern gegenüber und fällt unweigerlich in Depri-Stimmung.
Die Eröffnungs-Nummern „Vampire Vice“ (klar, die Vampire sind wieder unter uns) und „Fade Away (Sarah Pt. 2)“laufen noch ganz gut rein, man ist ja am Anfang eines Albums eh immer gespannt und aufnahmefähiger. Doch mit der Zeit erreichen die Songs den Hörer nur noch bedingt. Songs wie „Lady in Red“ (hat nix mit Chris de Burgh zu tun !) oder „Is Suicide A Way“ besitzen zwar gute Refrains, aber der Aufbau der Songs ähnelt sich zu sehr und Spannung kommt großartig nicht auf. 

Gerade „Is Suicide A Way“ ist schon vom Songtitel her typisch für die musikalische Ausrichtung. Ausweglosigkeit, Depression, Leiden....es wird traurige Stimmung erzeugt, was sich auch auf die Stimmung des Hörers überträgt. Zwischendurch gibt’s bei Exit To Eden auch mal ne Mundharmonika zu hören, was den Anspruch auf Vielseitigkeit unterstreicht, aber in der Ausführung doch zu oft auf dieses Gothic Element reduziert wird. 

Am besten gefällt hier noch der Abschlußsong „Dreaming Weird“, welcher dem Titel zur Folge auch etwas durchgeknallt und verwirrt, aber daher positiv rüberkommt. 

Exit To Eden sind durch ihre rockige Grundlage besser als viele ihrer Gothic Kollegen. Im Songwriting gibt es noch Luft nach oben, handwerklich sind die Musiker eher durchschnittlich unterwegs, aber dies ist sicher dem Musikstil geschuldet, der keinen Platz für Virtuosität zulässt.  

Knackpunkt ist wieder einmal der Gesang, dieser wirkt wie bei den meisten vergleichbaren Acts zu eingezwängt ins Korsett, und nur gelegentlich gelingt einmal der Ausbruch mittels Screams oder Gebrüll.

Drei, vier sehr gute Songs machen halt kein Über-Album. Fans der Gothic Sparte gepaart mit rockigen Elementen können aber gerne zugreifen. Diese Klientel wird sicherlich adäquat bedient, auch wenn man es hier nicht mit einer absoluten Referenz zu tun hat. Natürlich erwischt man mich mit dieser Art von Musik etwas auf dem falschen Fuß, objektiv betrachtet ist diese Bewertung aber meiner Meinung nach gerechtfertigt.


Bernhard Pfeiffer
STORMBRINGER 10. Oktober 2014, Interview by Dragonslayer

"In den letzten 30 Jahren hat sich einiges innerhalb der Gothic-Szene getan, sowohl in Österreich als auch über die Grenzen hinaus. Die Szene hat dabei viele Trends mitgemacht."

EXIT TO EDEN zählen schon seit vielen Jahren zu den Fixpunkten der österreichischen Gothic-Rock-Szene. Neo-Sänger Bernhard Pfeiffer hat uns ein paar Fragen zur Band und zur Szene in Österreich beantwortet.

SB: EXIT TO EDEN zählen schon seit vielen Jahren zu den Fixpunkten der österreichischen Gothic-Rock-Szene. Was hält euch als Band eigentlich am Laufen, warum macht's immer noch Spaß?

BP: Wir haben in der Tat schon einiges erlebt, sei es um die Band herum, oder vor allem auch innerhalb der Band. Wichtig ist, dass wir uns nie aus der Ruhe bringen ließen, und immer an unser Ding geglaubt haben und dies auch durchgezogen haben.
Wir machen Musik, weil es uns Spaß macht, und Musik, die uns Spaß macht. Dabei probieren wir auch immer wieder gerne was Neues aus. Es ist spannend, sich als Band zu entwickeln, ohne sich dabei wirklich zu verändern. Wir haben uns dadurch eine treue Fanbase erarbeitet und gewinnen darüber hinaus ständig neue Fans dazu.
Das durchwegs positive Feedback unserer Fans gibt uns dabei Recht, am richtigen Weg zu sein.

SB: Wie seht ihr die Gothic-Szene in Wien und in Österreich allgemein? Ist die toll, oder seht ihr Verbesserungsmöglichkeiten?

BP: In den letzten 30 Jahren hat sich einiges innerhalb der Gothic-Szene getan, sowohl in Österreich als auch über die Grenzen hinaus. Die Szene hat dabei viele Trends mitgemacht, welche sich nur zum Teil bis heute gehalten haben.
Unser Eindruck dabei ist, dass inzwischen der Electro-Anteil wieder nachgelassen hat bzw. sich die Szene wieder mehr am klassischen Gothic Rock orientiert, was uns als Goth'n'Roll-Band natürlich entgegen kommt.

SB: Was sind denn so die Geheimtipps für Fans von Gothic-Angelegenheiten in Wien? Welche Clubs, welche Konzerte und Events würdet ihr empfehlen?

BP: Als Wiener Band können wir natürlich in erster Linie nur über die Szene in der Stadt sprechen. Hier gibt es zahlreiche Möglichkeiten für Gothics. Neben den gängigen Clubevents kommen in letzter Zeit auch wieder vermehrt große Acts nach Wien.
Einige kleinere Clubs (zB Weberknecht, Aera, Replugged usw.) veranstalten regelmäßig Live-Events, bei denen vor allem österreichische Bands live zu erleben sind.

SB: Bernie, du bist ja nun auch neu als Sänger bei EXIT TO EDEN dabei - wie kam es zu dem Sängerwechsel in der Band und wie hast du dich bereits eingelebt? Was wird sich am Sound von EXIT TO EDEN jetzt ändern?

BP: Wir kennen uns schon länger. Ich habe mit meiner damaligen Shock-Rock-Band REPEATING PAIN ein paar Gigs gemeinsam mit EXIT TO EDEN gespielt, wir waren sogar für einen gemeinsamen Gig in London.
Als ich damals aus persönlichen Gründen bei REPEATING PAIN ausgestiegen bin, ging mir das Musizieren nach einer Weile schon sehr ab und dies gab ich in einer melancholischen Minute in Form eines Facebook-Posts kund.
Genau zu dieser Zeit verließ Simon Moon, mein Vorgänger bei ETE die Band. Ich denke die Jungs haben da eins und eins zusammengezählt, Werner hat mich um die Weihnachtszeit angerufen und mich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, bei ETE einzusteigen.
Anfangs war ich sehr skeptisch. Da ich davor doch auf einer etwas "härteren und aggressiveren" Schiene gefahren bin und mir nicht sicher war, ob mir das "ruhige" und "melancholische" von ETE liegt. Ich habe die vorhandenen Texte für mich adaptiert, dass ich mich besser einleben kann und bei den neuen Lyrics wurde mir quasi freie Hand gegeben.
Nach ein paar gemeinsamen Proben wusste ich, dass dies mein Platz ist. Wir ergänzen uns sehr gut. Sie bringen mich ein wenig runter und ich fahr sie ein wenig hoch. Dabei kommt eine etwas härtere Version von EXIT TO EDEN und gleichzeitig ein ruhigerer Bernie heraus. Ein guter Cocktail, cheers!

SB: Was sind so allgemein die Einflüsse in der Musik von ETE? Was sind so eure musikalischen Vorbilder? Wofür steht ETE inhaltlich?

BP: In der Tat ist es so, dass wir teilweise recht unterschiedliche Einflüsse haben, was es gerade deshalb interessant und spannend für uns macht, unsere Ideen in Songs zu verwirklichen. Wir versuchen dabei nie, unsere Vorbilder zu kopieren, sondern immer etwas Neues zu erschaffen, was am Ende nach EXIT TO EDEN klingen soll. Im Kern geht es dabei immer um Gothic und Rock'n'Roll!

>>> NEWS Oktober 2014 - Videobotschaft auf YOUTUBE <<<

SB: Was steht bei euch demnächst an? Ist ein neues Album in Planung?

BP: Wir sind gerade in der Endphase zu den Aufnahmen für unser nächstes Full-Length-Album, welches wir bis Ende des Jahres fertig stellen möchten. Parallel dazu entsteht das Artwork, und ein Video ist ebenfalls in Planung. Wir haben uns viel vorgenommen und uns entsprechende Ziele gesteckt!

SB: Wie sieht's mit Live-Aktivitäten aus in der nächsten Zeit? Wo kann man euch erleben, und wie kommt der geneigte Fan zu Tickets?

BP: Die nächste Gelegenheit uns live zu erleben, ist am 13. November im Club Aera in Wien. Die W:O:A-Roadshow gastiert dabei in Wien und wir sind stolz darauf, dabei sein zu dürfen. Tickets dafür können direkt bei uns geordert werden. Einfach eine email an contact@exittoeden.at oder einfach eine PN via Facebook!

STORMBRINGER, The Austrian Heavyzine, 10/2014


Interview by Dragonslayer"Goth'n'Roll from Vienna"

Exit to Eden haben sich im Jahr 2002 gegründet und fabrizieren seit damals eine spannende Mischung aus Gothic und Rock'n'Roll, der auch schon vom optischen dezent an die Finnen von The 69 Eyes. Doch musikalisch gehen sie ihren eigenen Weg und müssen absolut nicht mit anderen verglichen werden.

Im selben Jahr veröffentlichten sie bereits ihre erste Demo CD "Under the Sky". Fünf Jahre später folgten die zweite CD "Holy Love" und einige Kollaborationen mit diversen Sampler. 2012 folgte das nächste Full-Length Werk, das den Titel "From The Other Side", wozu sie auch gleich ihren ersten Videoclip zum Track "Sarah" produziert haben. Getourt hat die vierköpfige Truppe schon mir wirklich namhaften Szene-Größen wie Combichrist, Nik Page, Vic Anselmo und vielen mehr. Seit kurzem haben sie auch einen neuen Sänger, der Exit to Eden noch den allerletzten Feinschliff und eine gehörige Portion Pfeffer verpasst hat: Simon Moon. Er wird auf jeden Fall der Grund sein, dass einige weibliche Wesen die ersten Reihen sicher mehr auffüllen werden. Denn ein Augenschmaus ist er alle Male und singen können die Burschen auch noch. Das Line-Up wurde somit komplett. Simon Moon als Sänger, David als Gitarrist, ansonsten ist noch Werner, der Schlagzeuger und Inschi, der Bassist, mit an Bord. Also trifft es sich doch bestens, dass ab dem 8. März ihre neue EP "Hiding the Light" erhältlich ist und über alle Neuigkeiten mussten wir natürlich mit Simon Moon und Gitarrist David etwas plaudern. Und morgen werden wir den Jungs noch einen Besuch auf der Präsentation der neuen EP besuchen.

Ihr werdet am 8. März eure neue EP "Hiding the Light" veröffentlichen. Wie lange habt ihr daran gearbeitet? Und erzählt uns doch mal ein bisschen etwas über euren Produktionsalltag.

David: Die Songs darauf gibt es eigentlich schon länger, den finalen Feinschliff haben sie allerdings erst mit unserem neuen Sänger Simon erhalten, welcher erst Mitte letzten Jahres zu uns gestoßen ist und mit seinen Vocals das musikalische Ganze vollendet hat. Dieses neue Material wollten wir unseren Fans auf keinen Fall vorenthalten, weshalb wir uns Anfang des Jahres entschieden haben, ins Studio zu gehen. Die Aufnahmen dazu waren in 2 Tagen erledigt, welche von einer überaus angenehmen Atmosphäre und einer Menge Spaß geprägt waren! Wir freuen uns schon auf die Aufnahmen zu unserem neuen Album, welches wir unbedingt heuer noch rausbringen wollen.

Erzählt uns doch etwas über die Titelwahl. Wie ist es zu "Hiding the Light" gekommen und wer hatte die Idee dazu?

David: Tatsächlich entsprang die Idee einer gemeinschaftlichen Auseinandersetzung mit den thematischen Hintergründen unserer Lyrics in Wechselwirkung mit Sound und Atmosphäre. Schenkt man beim Hören der Songs dem Thema "Licht/Dunkelheit" Aufmerksamkeit, so wird man dieses als roten Faden erkennen. Obgleich das allseits beliebte Vampir Thema lediglich als Metapher für zwischenmenschliche Abgründe zu verstehen ist, ist Vampire Vice ein Song, der von Dunkelheit geprägt ist - hingegen Neon Sun ein Song von Licht und grellem Schein ist. Bloß dass eine neon Sonne nicht real scheint und daher für Trug und falsches Glück steht. In beiden Fällen stellt Licht eine Bedrohung dar. Wir verstecken es demnach.

nachtaktiv 12/2013


planet music magazin
Ausgabe 01/2010

Nach der sehr erfolgreichen CD- und Video-Präsentation im Jänner darf ich euch nun das neue Album von Exit To Eden etwas näher bringen. Die Jungs sind in der Wiener Untergrundszene schon lange kein unbeschriebenes Blatt mehr und erregten u.a. als Support von New Model Army oder Vic Anselmo Aufmerksamkeit. „From The Other Side“ besticht mit seinem einzigartigen Mix aus Dark- und Glam-Rock mit psychodelischen Einflüssen; rotzig frech und dennoch mit der richtigen Portion an Melancholie und Düsterkeit. Ausgefeilte Gitarrenriffs und die exzentrische Stimme von Sänger Radomir prägen jeden einzelnen Song. Als Anspieltipp möchte ich euch meine absolute Lieblingsnummer „Remember“ und den „Hit“ (und Opener) „Sarah“ ans Herz legen. Zu Letzterem gibt’s einen Videoclip, welcher auch die hohe Kreativität der Band widerspiegelt. Also: Reinhören, genießen und kaufen!

Susanne


AMBOSS mag EXIT TO EDEN
"from the other side", Dark Rock (transwaved)

Die Österreicher zelebrieren uns eine sehr schräge Option des dunklen Wave Rocks. Während der Opener "Sarah" perfekt in ein dunkles Gebilde interpretiert wird, glänzen andere Songs durch reichlich Ecken und Kanten. Der Gesang bleibt sich treu, er regiert nicht dunkel, sondern eher facettenreich voluminös. Die vier Jungs aus dem Nachbarland verstehen es zudem, galante Atmosphären heraufzubeschwören, so erinnert das Intro von "holy book of Love" ein wenig an die Fields, während der Refrain teils poppige Züge aufweist. Dazwischen eingestreut dezenter Sister-Bass. Für "she is" dürften Cure und Sisters Pate gestanden haben, aber die Band versteht mit leicht extremen Ausuferungen, dem Song ein eigenes Bildnis zu zeichnen.

Den dezenten Metall-Touch negiert man mit einer in sich ruhenden Dunkelheit. Die Band verarbeitet dabei latente Rockabilly- Einflüsse und dürfte in der Jugend auch das ein oder andere etwas härtere Album gehört haben. Daher wohl auch die in Phasen sehr rauhe Stimme.

Schade, dass dieses Album keinen Hit beherbergt, für ein Gesamtbild ist dieses Album sicherlich nicht schlecht zu bewerten, aber man hat den Eindruck irgendwas fehlt, und am Ende ist es nicht nur der Hit.

www.exittoeden.at (andreas)


SONIC SEDUCER
Artist: Exit To Eden
CD: From The Other Side

Review: Nach diversen Demos und einem Beitrag zum „New Dark Age Vol. 1”-Sampler des Strobelight Labels legen Exit To Eden aus Wien mit „From The Other Side” ihr Debütalbum vor. Gothic Rock, dunkle Gitarrenmusik mit Indie- und leichten Psychedelic-Einflüssen, musikalisch schwer einzuordnen. Der Opener „Sarah” erinnert an „Alice” von Sisters Of Mercy, allerdings ist „Sarah” deutlich rockiger und härter. Auch „Broken D” hat einen 80er-Jahre Touch, hier aber eher in Richtung Postpunk à la Southern Death Cult oder Theatre Of Hate tendierend, ein sehr eingängiger, tanzbarer Song mit hohem Wiedererkennungswert. Sänger RadoMir schafft es hervorragend, seine Stimme zu variieren von melancholisch-düster hin zu bedrohlich. „From The Other Side” ist ein sehr abwechslungsreiches Album, so besticht beispielsweise „She Is” durch ausufernde Gitarrenarbeit ebenso wie der darauf folgende Song „Tears Of Torture”. Beide sind eine außergewöhnliche Kreuzung aus Postpunk und 70er-Jahre Rock - ein wenig Doors, ein wenig Southern Death Cult, Sisters Of Mercy und Sex Gang Children. Ähnlich, nur melodischer und eingängiger ausgefallen ist „Pretty Jack”. Das Album endet düster und psychedelisch mit „Remember”. Ein Leckerbissen für Gitarrenfans!

Vertrieb / Label: Transwaved/Rebeat
Autor: Karin Hoog


DARK HEART MAGAZINE
Exit To Eden
From The Other Side
Wertung: (6/7) Monden
(Transwaved)

Lust auf besten Düster-Rock? Dann seid Ihr bei Exit To Eden genau richtig. Das musikalische Quartett bestehend aus David, Inschi, Radomir und Werner existiert nun schon eine ganze Weile. Die österreichische Band veröffentlicht mit "From The Other Side" ein wirklich schönes Album, dass zwischen Batcave, Gothic, und Dark Rock auf geschickte Art und Weise von zu Song zu Song hin und her pendelt und nie langweilig wird. 8 Songs finden sich auf "From The Other Side", 8 wirklich hochklassige Lieder mit gutem Arrangement und soundtechnisch sauber aufgenommen. Gleich zu Beginn des Albums erwartet uns mit dem Titel "Sarah" ein Ohrwurm, den man einfach spontan mitsingen möchte. Etwas schrammeliger und definitiv Batcave-lastiger geht es dann bei dem Song "Broken D" zu und auch die anderen Lieder wie "Holy Book Of Love", "Acting Like A Child", "She Is", "Tears of Torture", "Pretty Jack" wissen zu überzeugen und mit dem letzten Song "Remember" gibt es zum Schluß eine sich langsam aufbauende und immer weiter steigernde Ballade, die wirklich berührt. Exit To Eden gelingt genau eben das, den Hörer zu berühren und ihn anzusprechen. Und gerade deshalb von man von dieser Band sicherlich noch viel hören. Anspieltips: "Broken D", "Sarah". Fazit: Super!


MTUK
Artist: Exit To Eden
Title: From The Other side
Type: Album
Label: Transwaved

Exit To Eden is apparently the name of an Anne Rice pen name scripted Anne Rampling novel about BDSM, one that has like the film adaptation slipped me by. Perhaps that is where this group took their name from especially considering they are in a nutshell a Gothic rock band. There is not as much of this sort of music knocking around at the moment as far as I am concerned although there is a healthy resurgence from the old bands live as well as the new (night)breed. Not that much actually seems to get to us, certainly not from a country such as Austria where this lot dwell.

This is the real deal though, right down to singer RadoMir’s big hat and goggles. It is illustrated admirably in opening number ‘Sarah’. This is a classic sounding number and you could easily replace the subject matter’s name to say ‘Alice’ or ‘Marianne’ and get the idea of Sisters etched Eldritch vocals along with a classic Fields sounding guitar chug. I thought the album was going to be painting by numbers using just the colour black after hearing this, perhaps the best number on the album but the band surprised by going down other paths and taking on other ideas with the following seven numbers. Rhyming anarchy with ecstasy is a no brainer and mixing it with fluttering guitars and an upbeat rhythm is bound to work on catchy number ‘Broken D.’ As for the chorus of ‘Holy Book Of Love’ the likes of The Bolshoi and Balaam And The Angel would be proud of it, very catchy and designed to have a crowd swaying around when played live.

There is a real air of nostalgia about these songs naturally with a good modern production and this is an album I have been really enjoying. Each of the numbers has its own personality and it is nowhere near as derivative as I thought it was going to be on listening to that opener. Mind you, as I said that is probably the favourite, although there is nothing in the way of filler on this and the more than accessible 40 minute running time has made me want to give this repeated listens. The one thing that does surprise is that they resisted any urge to do a cover song but with own compositions like ‘Pretty Jack’ I guess there was no need for ‘Lagartija Nick’ or any of his pals to pop along to the party. The last maudlin number ‘Remember’ does end the album on a bit of a downer and is my least favourite but I guess Goths will be Goths!

Pete Woods


LEGACY
EXIT TO EDEN “From The Other Side”
(Transwaved)

Goth’n’Roll aus Ostereich bieten uns EXIT TO EDEN auf ihrem ersten Werk „From The Other Side“. Mit dem Bandnamen sind allerdings nicht die Maut verseuchten Strasen von Osterreich nach Deutschland gemeint, sondern man bezieht sich auf Anne Rices sadomasochistischen Roman „Exit To Eden“ („Verbotenes Verlangen“). Von verbotenem Verlangen handelt auch der starke Album Opener ´Sarah´, zu dem bereits ein Musikvideo gesichtet werden kann. Beim ersten Reinhoren entwickelt sich Vorfreude auf neuen, tanzbaren, abwechslungsreichen Goth’n’Roll.

Nimmt man aber zum Gehorsinn noch den Visus dazu, fallt bei den Promofotos und dem Musikvideo immer wieder auf, wie sehr sich das ganze Geschehen fast ausschlieslich um Radomir, den Sanger der Band, dreht. Er scheint immer im Licht zu stehen, wahrend sich der Rest der Band mehr oder weniger euphorisch im Hintergrund verkriecht. Es wird zwar versucht, eigene Elemente einzubringen, aber sobald Herr Radomir seine exzentrische, uberdrehte Stimme erhebt – anstatt in der Tonlage zu bleiben, in der er singen kann - entsteht ein Verwirrspiel des Gehorsinns. Dabei zaubert Gitarrist David richtig schicke Gitarren-Riffs, die aber einfach nicht in das Bild passen wollen, das einem zu vermitteln versucht wird.

Mit durchschnittlich 4:30 Minuten pro Song lauft „From The Other Side“ Gefahr, bereits beim zweiten Horen langweilig zu werden. Lyrics, Tonlagen und Akkorde in der Endlosschleife.

Dabei liegt gerade in diesem Musikgenre in der Kurze die Wurze. Vielleicht sollte man sich fur das nachste Werk erst fur eine gemeinsame Richtung entscheiden. (KA)

7 Punkte


Shapeless Zine - The Italian Metal Webzine
Exit to Eden
From The Other Side
Label: Transwaved
Baujahr: 2010
Länge: 40 min
Genre: Dark Rock

Wie ihr mit der Zeit bemerkt habt, liebe Shapeless Leser, befasst sich unser Magazin immer mehr mit Musikstilen, die nicht ausschließlich Metal betreffen. Aus persönlichen wie funktionalen Gründen. Tatsächlich mit dem Bestreben alles Material, das uns zugesendet wird zu rezensieren, sind wir in der Vergangenheit auch mit Material, das unserem Lieblingsgenre fremd ist konfrontiert worden.

Das positive Feedback von Gruppen und Agenturen, die uns vertrauen, hat uns bestärkt diese Tendenz beizubehalten und unser Konzept zu überarbeiten, dennoch sind und bleiben wir ein Metalmagazin. Auch weil ihr liebe Leser uns dazu ermutigt habt.

Unseren Ursprüngen treu bleibend, haben wir unsere Recherchen erweitert.
Somit erreichte uns im Lauf der Zeit auch viel Musik fern von Metal.

So hat sich das österreichische Label Transwaved wieder für uns ineressiert und uns ein schönes Digipack ihrer Landsleute der band Exit to Eden geschickt.

Das Cover in warmen Ockerfarben gehalten, zeigt eine nah östliche Landschaft mit vielen Kreuzen auf einer Hügelkette. Im Vordergrund ein Mann, wahrscheinlich Jesus, der ein Kreuz auf seinen Schultern trägt. Das achtseitige Booklet enthält alle Texte in Englisch, Fotos der tadellos gekleideten Musiker, Infos zu den Aufnahmen und vieles mehr.

Man entdeckt, daß das Album „From The Other Side“ 2009 in denTranswaved Studios aufgenommen wurde. Auf der CD sind Radomir am Gesang, David an der Gitarre, Inschi am Bass und Werner am Schlagzeug genannt.

Aber wer sind diese Exit to Eden?

Es handelt sich um eine Band , die bereits zwei Demos veröffentlicht hat: "Under The Sky" und "Holy Love". Ebenso hat sie an einer Sammelcd teilgenommen: "New Dark Age Vol. 1".
"From The Other Side" ist ihr Debütalbum, indem die Texte ein düsteres Universum wiederspiegeln, bevölkert von seltsamen Menschen, eine schizophrene und pessimistische Welt ähnlich der unseren.

Und welchen Musikstil spielen die Exit to Eden? Nun, meist dunkel. Dark oder Gothic Rock, wenn ihr es so nennen wollt. Es handelt sich um eine Musik stark beeinflusst von den großen Namen der Dark 80ies (The Cure, Bauhaus, Joy Division, Siouxsie & The Banshees), die sich aber manchmal auch auf Rock oder Punk und warum nicht auch einen kleinen Teil Metal ausdehnt.

Der Hauptbezugsrahmen ihrer Musik ist Dark, das ist sicher. Die Wahl des Sounds, das einfache, hartnäckige Pulsieren des Basses, die kraftvollen aber nie übertrieben starken Rhythmen, die klaren und strengen Vocals, all diese Sachen prägen einen unauslöschlichen Eindruck.

„Sarah", der Anfangstitel, von dem es auch ein Video gibt , ist bezeichnend in diesem Sinne.
Ein bißchen "Bauhaus, ein bisschen " The Cure, alles modernisiert mit einem zeitgemäßen Sound.

In Wahrheit, wie ich schon vorher schrieb, ist der Stil von Exit to Eden ein wenig offen für musikalische Initiativen, ein wenig abseits des Üblichen.

Ich denk an "Acting Like A Child", dessen offener und frecher Ton, dessen Linearität und Dynamik und mich an Judas Priest der 80er erinnerte.

Auch scheint der Sänger auf seine Weise bestimmte Stimmverhalten von Halford zu imitieren. (aufgepasst - ohne Hochtöne natürlich).

In seiner Gesamtheit jedenfalls ist "From The Other Side" eine bemerkenswerte und lebendige Arbeit, extrem angenehm.

Die dunkle Darstellung der Band könnte auch Fans der Anhänger des sogenannten Horror Punks anziehen.

Bleibt aber die Tatsache, daß es den Exit to Eden gelungen ist, ihrer Inspiration Form zu geben, indem sie eine ziemlich homogene CD verwirklicht haben, die aber offen für unvorhergesehene musikalische Lösungen ist.

Die Songs prägen sich schon beim ersten Hören ein, und das ist eine positive Sache. Man kann nicht sagen welcher Song besser ist, sie sind alle am gleichen Level. Um 3 Titel zu nennen: "Sarah", "Pretty Jack" und "Tears of Torture".

Für den Rest gibt’s nicht viel anderes zu schreiben. Die Exit to Eden wissen ihren Sachverhalt. Manchmal sind sie ein bisschen zu abgeleitet und haben nicht die geringste Angst ihre Einflüsse zu offenbaren.

Aber ab und zu tut eine CD wie diese gut. Schnell, direkt, ohne viele Komplikationen. Ausreichend düster. Ein bißchen nostalgisch. Keine aussergewöhnliche Arbeit, aber überaus ansprechend.


Artist EXIT TO EDEN
Title From the other Side
Homepage EXIT TO EDEN
Label TRANSWAVED

Leserbewertung 8.50 von 10 Punkten (2 Bewertungen)

Dass in Österreich nicht nur Berge, sondern auch richtig schöner Rock existiert, beweisen EXIT TO EDEN mit ihrem Debut „From The Other Side“. Dabei sind RadoMir (Vocals), David (Guitars), Inschi (Bass) und Werner an den Drums schon länger in der Szene unterwegs und konnten mit diversen Demos und der Teilnahme am „New Dark Age Vol. 1“-Sampler bereits in handfester Form auf sich aufmerksam machen. Auch live waren die Jungs nicht inaktiv und absolvierten Gigs mit bekannten Acts wie LAST DAYS OF JESUS, NIK PAGE, TANZWUT, VIC ANSELMO oder NEW MODEL ARMY.

Der Opener „Sarah“, zu dem auch ein gelungener Videoclip abgedreht wurde, erinnert zumindest stellenweise etwas an die SISTERS OF MERCY, nur um dann wieder „ganz anders“ zu klingen. Auf jeden Fall ist der Song für den Auftakt gut gewählt, da er sich schnell im Ohr einnistet. Schien „Sarah“ noch etwas in Richtung Gothic-Rock zu linsen, so höre ich aus dem mid-tempo Stück „Broken D“ sogar leichte Punkanklänge heraus – eine klitzekleine Prise DEAD KENNEDYS. Cooler Track. Der Blues-Rock „Holy Book Of Love“ drosselt das Tempo etwas in den Strophen, während der Refrain treibender daherkommt. „Acting Like A Child“ ist ebenfalls eine flotte Rocknummer. “She Is” grooved mit scharfen Riffs und treibendem Beat wesentlich stärker und ist für mich neben „Sarah“ und „Broken D“ ein weiteres Highlight der Scheibe. Nach dem leicht melancholischen „Tears Of Torture“ folgt mit „Pretty Jack“ ein echter Rock`n`Roller, der irgendwo zwischen VELVET UNDERGROUND und den ROLLING STONES beheimatet zu sein scheint. „Remember“ bringt schließlich noch einmal etwas Düsternis in das Album zurück.

EXIT TO EDEN legen ein gelungenes Werk vor, das qualitativ einen durchweg hohen Standard halten kann. Die Einflüsse der Band stammen aus den unterschiedlichsten Strömungen (des Rocks) und folglich ist der Erstling auch sehr abwechslungsreich geraten. Besonders gefällt mir dieser bei den Kompositionen, die etwas punkiger (“Broken D“) oder düsterer („Sarah“) daherkommen. Bleibt mir noch, dass wirklich schön gestaltete DigiPak zu erwähnen. Auch ein Booklet mit allen Texten ist dabei, was heutzutage leider nicht mehr selbstverständlich ist.

Darkun (29-09-2010)

Mit dem Album der Band wird es dunkel in der österreichischen Musikszene. Die 4 Wiener: RadoMir, David, Inschi & Werner haben im Frühling ihr Debütalbum auf den Markt gebracht.

Ein schönes Digipack mit einem Booklet, welches alle Songtexte und Fotos der Jungs enthält.
Die Arrangements auf diesem Album sind sehr abwechslungsreich und der Opener mit dem Song „Sarah“ lässt niemanden ruhig sitzen ein echter Ohrwurm. Zu diesem Song existiert ein hervorragender Videoclip (http://www.youtube.com/watch?v=jymT26Hjoa8).

Aus der facettenreichen Stimmvariation des Sängers RadoMir, düster melancholisch bis bedrohlich und der Würze aus diversen Gitarren Riffs bezieht jeder Song seine Individualität. Beim sehr rockigen Song „Broken D“ fällt die Schlagzeugpartie sehr auf. Dieser Song ist wohl der Lieblingssong des Drummers (Anm.d.R.). Mit dem Song „Holy Book Of Love“ wird es etwas kuscheliger und ruhiger, doch diese Ruhe währt nicht lange. „Acting Like A Child“, „She Is“, „Tears of Torture“ und "Pretty Jack“ haben ihre eigene Aussagekraft und sind sehr überzeugend. Das ganze Album wird mit der sehr düsteren und psychedelischen Ballade „Remember“, die sich langsam aufbaut und deren Spannung, die sich bis zum Höhepunkt steigert abgeschlossen.

Alles in allem ist zu sagen, dass dieses Album die Seele der Menschen berührt und sie anspricht. Der Band Exit to Eden ist es gelungen, die Hörer zu erreichen. In Zukunft wird sicherlich noch viel von dieser Band zu erwarten und hören sein.

Bewertung: 8/10